Die Geschichte der Stadt Waltershausen
  1209  Erste urkundliche Erwähnung Waltershausen (Gründung vermutlich 500 Jahre früher)  
  1296 erster urkundlich erwähnter Geistliche in Waltershausen = Vice Plebanus  
  1300 regierten die Stadt und Burg hintereinander der Landgraf Albrecht „der Unartige“ von Thüringen und seine 3 Söhne  
  1326 - erste urkundliche Erwähnung der Liebfrauenkirche
- erste sichere Erwähnung der Stadt
 
  1378 - erster in Waltershausen genannter „Schulmeister“
- Schenkungsbrief des Ritters Heinrich von Ülleben
 
  1390 erste Erwähnung des Klaustor als „nedirtor“  
  1392 Waltershausen und Tenneberg werden zum Leibgedinge für die zukünftige Schwiegertochter des Landgrafen bestimmt  
  1393 Erbauung des Steinhauses (erstes steinernes Bürgerhaus)  
  1394 älteste erhaltene Ratsurkunde mit ältester Form des Stadtsiegels  
  1406-40 regierte Balthasar, Sohn Friedrich IV „der Einfältige“  
  1435 erste Erwähnung der Vikarie  
  1440 Errichtung des Natursteinmauerwerks des Gewölbekellers vom Rathaus  
  1441 Errichtung des Rathauses  
  1453 Bierprivileg und Montagsmarkt = besondere Vorrechte von Waltershausen  
  1458 Bau des Turmes der Liebfrauenkirche  
  1460 erste Erwähnung des Brementor  
  1474 Errichtung des äußeren Klaustor  
  1495-96 Erbauung der großen, städtischen Badestube  
  1500 Bau des Töpfersturm  
  1543 Langenhain wird dem Amt Tenneberg unterstellt  
  1558 Verlegung des „Kirchhofes“ vor die Stadtmauern  
  1560-62 Erneuerung der Waltershäuser Befestigung  
  1561 Neuerrichtung des Klaustor  
  1562 Vergrößerung und Verstärkung des Burgtors  
  1563 Erbauung der Stadtbibliothek im ehemaligen Ratskeller  
  1597 - Anspännerkrawall
- erste Pestperiode in Waltershausen
 
  1598 September = schlimmster Pestmonat, in dem 52 Menschen sterben  
  1609 Bau des Zeughaus am Burgberg  
  1610 zweite Pestperiode  
  1620 Neuordnung à Versteuerung des Schulwesens  
  1657 erster Superintendent der Stadt à Martin Wandersleben  
  1672 Einrichten der Walkmühle zu einer Papiermühle  
  1690 Erbauung der Gemeindeschenke ( = heutiger Gasthof zur Tanne )  
  1714-30 Umgestaltung der Burg zum Jagdschloss  
  1719 Grundsteinlegung der jetzigen Barockrundkirche  
  1723 Einweihung der Barockrundkirche am 24. November  
  1724-26 Erbauung der Kirchenorgel durch Tobias Gottfried Heinrich Trost  
  1754 Erbauung einer neuen steinernen Brücke vor dem Schlosstor  
  1771-72 starben 249 Personen an Unterernährung und Krankheiten  
  1783 Halb Wahlwinkel wird durch eine Feuersbrunst vernichtet  
  1786 Gut Schnepfenthal wird unter dem Einfluss von Guts Muths zum ersten deutschen Turnplatz  
  1787 Waltershausen wurde schuldenfrei  
  1790 Abschaffung der Mittwochspredikt  
  1793 Gründung einer Erziehungsanstalt durch Chr. G. Salzmann  
  1796 - Gründung der ersten Forstakademie
- Johann-Matthäus-Bechstein-Schule wird von Ernst II. als öffentliche Lehranstalt der Forst- und Jagdkunde amtlich anerkannt
 
   
  1798 Guts Muths zieht nach Ibenhain  
  1817 wirtschaftlich schlechtestes Jahr à Missernte, Hungersnot und Teuerungen  
  1818 - Einführung des preußischen Zolltarifs (= einheitlicher Grenzzoll für Preußen)
- wird erstmals ein „HolzMaschinenwerk“ aufgeführt (wohl zum Drechseln von Puppen)
 
  1829-30 Einschränkung der überlebten mittelalterlichen Rechte der Zünfte durch Gesetze  
  1830 Angliederung des Amtes Reinhardsbrunn an das Amt Tenneberg  
  1832 - Aufhebung des Bierzwangs (die Brauordnung von 1776)
- Inkrafttreten eines Gesetzes zur Erleichterung für die Landwirtschaft
Einführung einer verbesserten Dreifelderwirtschaft sowie die
 Schaffung erster Bedingungen für die Grundstückszusammenlegung
 
  1837 Gründung des Gewerbevereins  
  1848-50 Revolution vermindert stark den Rotwildbestand  
  1852 - Ibenhain wurde von Waltershausen unabhängig
- Gründung der Volksbibliothek
 
  1853 - Gesetz der Grundstückszusammenlegung
bessere Bewirtschaftung der Grundstücke
- Gründung eines landwirtschaftlichen Vereins
 
  1859 Bau einer „Neuen Klostermühle“  
  1863 - völlige Aufhebung der Zunftgesetze
- Eingliederung Ibenhains in das Landratsamt
 
  1868 Einrichtung der Telegraphenanstalt  
  1873 Gründung eines Gartenbauvereins  
  1874 arbeitete zum ersten mal eine Dreschmaschine  
  1875 Gründung einer Kleinkinderbewahranstalt  
  1876 Umwandlung der Bahn in eine reguläre Eisenbahn  
  1878 allgemeine Wirtschaftskrise  
  1880 - Gründung eines Vereins gegen Hausbettlerei
- Ersterscheinung des Englischen Walterhäuser Wochenblatt (2x wöchentlich)
 
  1881 Gründung eines Vereins zur Herbeiziehung von Sommergästen  
  1883 Herstellung von Tabakpfeifen  
  1885 - Gründung des „Männergesangsverein“
- Gründung der Waltershäuser Zeitung
 
  1886 Bildung eines Bienenzuchtvereins  
  1893 Gründung der Hausmannschen Fabrik für Spieluhren in der Marktmühle  
  1899 Einrichtung des öffentlichen Fernsprechverkehrs mit Friedrichroda  
  1900 - tauchte in Waltershausen das erste Motorrad auf
- Schnepfenthal wird als Luftkurort ausgewiesen
 
  1904 - Gründung der Th. Schraubenfabrik und des Metallwerkes
- Grundsteinlegung der „Neuen Backsteinschule“
 
  1905 - Entstehung einer Wurstfabrik in Schnepfenthal
- Bau der Turnhalle
- Erstes durch die Schützengesellschaft veranstaltetes Trachtenfest
- Erbauung des städtischen Wannenbades am Ernst-Thälmann-Platz
 
  1906 Entwicklung des Schelmenauge (Flirting eyes) in der Puppenindustrie  
  1907 erste Landeskaninchenausstellung in Waltershausen  
  1908 Herstellung von Puppenperücken durch Max Rudolph  
  1909 „Das Baby“ erste Charakterpuppe der Welt von Kämmer & Reinhardt  
  1910 Einrichtung eines regelmäßigen Automobil-Omnibus-Verkehrs
(Gotha – Waltershausen – Tabarz) durch die Firma Polack
 
  1912 Eröffnung der Regelschule  
  1913 Belieferung der Stadt mit elektrischen Strom  
  1920 Gründung des ADE-Werkes für landwirtschaftliche Geräte und Traktoren am 2. August  
  1923 Wiedereingemeindung Ibenhains  
  1929 - im Schloss Tenneberg wird das städtische Heimatmuseum am 20.
 Oktober gegründet
- Anschluss an die Thüringer Waldbahn
 
  1935 Eröffnung im Juni des Schwimmbades am Gleisdreieck  
  1945 Anglo-amerikanischer Bombenangriff auf Ibenhain am 6. Februar  
  1946 - Auflösung der sowjetischen Kommandantur in Waltershausen
- Umwandlung der Bismarkstraße in die Karl-Marx-Straße und der Wilhelmstraße in die August-Bebel-Straße im Juli
 
  1948 FDJ-Ortsgruppe bildet pol. und wissenschaftl. Arbeitsgemeinschaften  
  1949 - Arthur Stein wird Bürgermeister
- Gründung der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische-Freundschaft
- Umbenennung der Herzogstraße in die Robert-Koch-Straße und der Parkstraße in die Puschkinstraße am 2. Juni Eröffnung der ersten Verkaufsstelle der staatl. Handelsorganisation (HO)
1950 - Eingemeindung von Schnepfenthal, Langenhain und Wahlwinke
- Erneuerung des Schwimmbades
 
  1952 Einweihung des Jugendheimes an der Gotharer Straße am 19. Januar  
  1958 Angliederung eines Akkordeon-Orchesters an das Mandolinen-Orchester  
  1960 Produktion der ersten Vinyl-Puppen (PVC weich)  
  1963 - Gründung des Amateurfilmstudios Waltershausen
- Partnerschaft mit der Stadt Bruay-sur Escaut (Frankreich)
 
  1969 Teilnahme der Puppenausstellung auf der Leipziger Frühjahrsmesse  
  1990 erste Grammophonpuppe, denn etwa zeitgleich oder gar etwas früher wurde auch die erste Phonographenpuppe hergestellt  
  1993-96 Grundlegende Sanierung und Restaurierung des Rathauses  
  2001 Salzmannschule wird zum Spezialgymnasium für Sprachen  
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